Sonntag, 26. April 2009

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Welche Bedeutung können wir den Dingen dieser Welt beimessen?
Der Freundschaft? Sie schwindet, wenn der Geliebte ins Unglück stürzt oder der Liebende Macht erringt.
Der Liebe? Sie ist betörend, flüchtig oder schuldhaft.
Dem Ansehen? Ihr teilt es mit der Mittelmäßigkeit oder dem Verbrechen.
Dem Reichtum? Wie könnte man diese NIchtigkeit als etwas Gutes betrachten?
Bleiben allein diese sogenannten glücklichen Tage, die unbemerkt im Dunkel der täglichen Pflichten vergehen und die es dem Menschen weder überlassen, die Lust am Leben zu verlieren, noch, es neu zu beginnen.

Chateaubriand, Das Leben des Abbé de Rancé